DAWA zu Gast bei Freunden
Oft hören wir den von unseren Lesern geäußerten Wunsch, an Bunkerfahrten
teilnehmen zu wollen, weil man eine Bunkerfahrt allein aus dem einen oder
anderen Grunde nicht unternehmen wolle. Dem kann abgeholfen werden.
Keiner muß ohne fachliche Unterstützung auf Entdeckungsreise gehen.
Vielleicht ermuntern nachfolgende Hinweise, doch das eine oder andere Mal die
Gelegenheit wahrzunehmen und der Einladung der verschiedensten Gastgeber zu
folgen - daher auch das "entliehene" Motto der
Fußballweltmeisterschaft.
Die wichtigsten Treffen der europäischen Festungsvereine geben wir auf
unserer Neuigkeitenseite bekannt. Vielleicht trifft man sich ja einmal vor Ort?
Neben dem Insiderwissensaustausch bietet sich für
uns vom DAWA bei diesen Gelegenheiten endlich die Möglichkeit zu einem Gespräch
mit unseren Kunden, die zu diesen Treffen oft als Gäste
erscheinen. Manche wertvolle Anregung haben wir dort schon erhalten und wenig
später in die Tat umsetzen können.
Forum International de la Fortification
Höhepunkte unserer Arbeit, die - leider - zu einem großen Teil am
Schreibtisch erledigt werden muß, sind die Festungstreffen mit befreundeten
Festungsforschern oder - mit öffentlicher Beteiligung - deren Vereinigungen. Vor
allem die französischen Festungsfreunde sind hier sehr rege und veranstalten
immer am ersten oder zweiten Oktoberwochenende ihr "Forum International de la Fortification".
Das Festungsstädtchen Villey-le-Sec bei
Toul mit seinen Forts aus der Ära Séré de Rivières
eignet sich hervorragend als Veranstaltungsort für Festungsforen. Ein
kleiner Nachteil ist die reine Größe der Gesamtanlage, die eine
Schwerpunktsetzung schwierig macht.
Die Anlagen können mit Führung in den Sommermonaten besichtigt werden. |
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Man trifft sich vereinsintern am Samstag, bereitet alles vor und lädt zu
Fachvorträgen, um danach am Sonntag der Öffentlichkeit
den Veranstaltungsort präsentieren zu können. Hier
handelt es sich um eine größere Festungsanlage in oder in der Nähe von
Frankreich.
So kann man sich als Hobbyforscher über wichtige europäische Festungsanlagen in
Form eines Sonntagsausfluges kundig machen - denn auch für die
Familienangehörigen sind diese Festungstreffen zu empfehlen. Man/frau kann über
gebahnte Wege an Führungen teilnehmen, alle Sehenswürdigkeiten der gastgebenden
Anlage werden erläutert und oft werden dabei Waffen und Geräte in Aktion
gezeigt. Da die Veranstaltungsorte in geschichtsträchtiger Umgebung eingebettet
sind, ist ein Besuch naheliegender weiterer Anlagen oft möglich und wird auch
per Führung angeboten.
Hat man in der Vergangenheit alle Festungsforen besucht, konnte man schon
einiges über die mitteleuropäische Festungsgeschichte
erfahren. So traf man sich beispielsweise
1997 im Artilleriewerk Michelsberg der Maginot-Linie
nördlich von Thionville
1998 im Artilleriewerk Michelsberg der Maginot-Linie
nördlich von Thionville
1999 im Festungsstädtchen Villey-le-Sec
2000 in Jeumont mit Besuch des Fort de
Leveau und der dortigen Anlagen der
Maginot-Linie um Maubeuge
2001 im Fort Vézelois bei Belfort
2002 im Fort Bourlemont bei Neufchâteau
2003 in der Feste Kaiser Willhelm II
bei Mutzig
2004 nochmals im Festungsstädtchen Villey-le-Sec
2005 im Fort d'Uxegney bei
Epinal
2006 im malerisch gelegenen Fort de Joux bei Pontalier
2007 im Fort de Cognelot, auch Vercingetorix genannt (dies war bereits das 15.
Treffen dieser Art), bei Langres
2008 im Fort de Seclin bei Lille
Kölner Festungstage
Der Kölner Festungsgürtel bestand aus 12 großen Forts,
23 Zwischenwerken und zahlreichen kleineren Bauten. Verbunden wurden diese
Anlagen durch die so genannte Militärringstraße, die damals an ihrer
stadtauswärtigen Seite eine Hainbuchenhecke als Sichtschutz erhielt.
Mittlerweile haben sich zwei feste Termine in Köln etabliert: zum einen
der Tag des Forts (Ende Frühjahr) und zum anderen der Tag
des Denkmales (Ende Sommer) in Köln. Anläßlich dieser Termine laden
die Mitglieder des
CRIFA zum Tag der Offenen Tür in das von ihnen betreute
Zwischenwerk VIIIb im Kölner Süden ein. Neben Vorträgen und Führungen (auch durch andere
Kölner Festungsanlagen: im September
2008 beispielsweise Fort VI und ein Luftschutz-Tiefbunker) kümmert man
sich liebevoll um das leibliche Wohl der Gäste: die
frischgebackenen Brötchen zu den Grillwürstchen waren ein Genuß und am Tag
des Forts 2008 wurde sogar eine kleine Band zur Unterhaltung der
Gäste engagiert. Und auch Petrus (nach Bekunden der Kölner ein "echter
Kölscher") spielte mit und bescherte den Veranstaltern bestes Frühsommerwetter.
Der Westwall-Tag
Auch andere deutsche Festungsfreunde sind rege und
veranstalten einen Westwall-Tag. Hier schaut man sich (geführt)
die noch erhaltenen Reste von Bunkern der deutschen Westgrenze an. Das Ganze
wird meistens ohne Unterstützung öffentlicher Stellen auf
privater Basis organisiert, was durchaus seinen Charme besitzt und mehr die
Praktiker anspricht.
Einige Dutzend Fahrzeuge
sind
schwerer zu hüten als der sprichwörtliche Sack Flöhe |
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Weitere Großveranstaltungen
Die belgischen und niederländischen Festungskollegen veranstalten
Festungstreffen mit interessanten Rahmenprogrammen. Besonders hervorzuheben
wären hier die Aktivitäten der Simon Stevin Stichting. Desweiteren
gibt es in vielen europäischen Festungsanlagen Tage der
Offenen Tür.
Näheres bei:
Frank Philippart
Simon Stevin
Oosterveldlaan 146
B 2610 Antwerpen (Wilrijk)
E-Mail: Frank.Philippart@telenet.be
DAWA Aktivitäten
Neben diesen "Großveranstaltungen" gibt es natürlich zahlreiche
interne
Fahrten des Deutschen Atlantikwall-Archivs mit wechselnder
Teilnehmerzahl, die aber oft so kurzfristig anberaumt werden müssen, daß eine
Mitnahme von neuen Gästen fast unmöglich ist. Mehr als 6-9 Personen in 2-3
Fahrzeugen sind es selten. Immerhin liegen die Ziele recht weit
entfernt und die damit verbundenen Touren dauern mehrere Tage. Ein
weiteres Hindernis sind dann unsere "Erkundungsgewohnheiten": Zeit ist knapp und
so sind wir mit dem ersten Fotolicht in der ersten Stellung und verlassen das
Zielgebiet erst dann, wenn ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich ist - und
keine Hohlgänge oder Innenräume mehr auszumessen sind.
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Erkundung auf dem Fliegerhorst Grove / Karup (DK) |
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