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Deutsches Atlantikwall-Archiv
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Bauprogramme des WestwallsStand 14.10.2009 Im Gegensatz zu Befestigungslinien, die von Anfang als Ganzes geplant wurden, wuchs der Westwall mit der zur Verfügung stehenden (knappen) Zeit sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Grenzwacht-BauprogrammDiese ab 1936 errichteten Kleinstanlagen sollten lediglich einen ersten Widerstandspunkt bilden und bestanden aus einem Kampfraum ohne Unterkunftsräume. Im Gegensatz zu späteren Bauten gehörten sie nicht zu den sogenannten 'ständigen Befestigungsanlagen'.
PionierprogrammDie ersten Panzereinbauteile (stählerne Schartenplatten etc.) kommen zur Auslieferung und schützen die hinter Scharten eingesetzten Waffen.
Hier unterschied man zwei Hauptausbaustufen: 'C'-Bauwerke für den Einsatz in kampfwagenuntauglichem Gelände (Waldgebiete), 'B1'-Bauwerke für alle anderen
Einsatzorte.
Limes-Bauprogramm1938 - die Regelbautechnik kommt vollends zum Tragen. Stärker armierte Bauwerke werden in Massen erstellt. Die Logistik wird weiter perfektioniert - die gesamte Westgrenze gleicht einer riesigen Baustelle. Die Deckenstärken betrugen 1,50 m Betondicke, die Kampfräume wurden etwas schwächer ausgeführt. Aufgrund des stockenden Nachschubes von Panzereinbauteilen werden die Bauwerke so gebaut, daß möglichst wenig Panzerteile eingebaut wurden.
Aachen-Saar-ProgrammAnfangs waren die Städte Aachen und Saarbrücken nicht in den Schutz des Westwalls einbezogen. Kurz vor Kriegsbeginn zog man um deren westliche Stadtgrenzen eine weitere Linie, um nun auch diese Gebiete zu schützen.
Die Bauwerksentwürfe sind bereits derart perfektioniert, daß etliche der Regelbautypen mit mehr oder weniger großen Abänderungen mangels spezieller Atlantikwall-Entwürfe an den Küsten Belgiens und Frankreichs eingesetzt werden.
KriegsregelbautenDiese Entwürfe nutzen die positiven Elemente des 'Aachen-Saar-Programms', wurden jedoch weiter in Hinsicht auf den Beton- und Armierungseisenverbrauch rationalisiert. Ihre Inneneinrichtung ist wieder einfacher in der Raumaufteilung.
Der "Neue Westwall"Einige der Entwürfe des 'Aachen-Saar-Programms' und der 'Kriegsregelbauten' wurden - mangels vorliegender Neukonstruktionen - für den Grundstock beim Bau des Atlantikwalls genutzt. Im Anfangsstadium wurde dieser als Neuer Westwall bezeichnet. Für das Publikationsjahr 2010 planen wir einen Sonderband über die Bauten des Neuen Westwalls. Hier soll jeder Typ mit seinem Grundriß, einer Beschreibung sowie der Lagebezeichnung noch vorhandener Bauwerke am Westwall und am Atlantikwall vorgestellt werden. Hauptsächlich kamen zur Anwendung:
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Harry.Lippmann@deutschesatlantikwallarchiv.de
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